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Das Wetter im "Haustadter Tal":

 

Der 2. Hargarter Fastnachtsumzug in diesem Jahrtausend!

Erstmals erwachte 2009 in Hargarten
nach 57jährigen Schlaf der Gedanke, einen Fastnachtsumzug wieder ins Leben zu rufen. Im vorigen Jahr als kleinster Umzug in der Gemeinde Beckingen angekündigt, entwickelt er sich jedoch zusehends zu einem Narrenzug, der mit 18 Fuß- und Wagengruppen sich wirklich in diesem Jahr sehen lassen konnte. Der Narrenzug, am Straßenrand von vielen Besuchern aus nah und fern begrüßt und bewundert, bewegte sich am Fastnachtssamstag bei anbrechender Dämmerung vom Oberdorf ins Unterdorf bis zur Weidentalhalle. Die kleinen und großen Straßenrandgäste kamen auch auf ihre Kosten, da die Zugteilnehmer verschiedene Mitbringsel großzügig unter das Volk verteilten.
Beispielsweise der Hargarter Berg- und Hüttenarbeiterverein erinnerte im Zug an Kirmestage längst vergangener Zeit, an denen der Kirmesmatz per Flugzeug in Hargarten eingeflogen wurde und auf einer Wiese „Auf Ellern“ landete. Jäh endete dieses Abenteuer 1975, als das Flugzeug beim Landen verunglückte. Glücklicherweise blieb es damals nur bei Schäden an dem Privatflugzeug.

- Der Heimat- und Kulturverein wird in diesem Jahr daran erinnern und auf dem ehemaligen „Flugfeld“ ein nostalgisches Frühstück veranstalten.

Die Hargarter Dorfjugend- eine neue Sparte des Heimat- und Kulturvereins- war beim Umzug auch mit einem Festwagen dabei und dokumentierte die „Hargarter Love-Parade“.
Höhepunkt des Gaudiwurms war der Prunkwagen des Hargarter Bauernprinzenpaares Dirk I, Graf von und zu Berensen (Dirk Braun) und ihre Lieblichkeit Anja I aus der Residenz derer von Henrien (Anja Mosbach) nebst Gefolge.
Die Mitwirkenden und die vielen Besucher des Umzuges hatten anschließend noch ausgiebig Gelegenheit, in der Weidentalhalle weiter zu feiern.
Text und Bilder: H. Lubitz

 

 

Hargarter Kotelett-Essen am „Kalten Mittwoch“

Der Heimat- und Kulturverein Hargarten ließ den beinahe schon vergessenen Brauch, am Kalten Mittwoch zum Kotelett-Essen einzuladen, wieder aufleben. Da der Kalte Mittwoch inzwischen kein Feiertag mehr ist, wurde am darauf folgenden Samstag an der Hargarter Wanderhütte gefeiert. Erfreulicherweise fanden sich von Mittag bis zum späten Abend recht viele Besucher ein, ließen sich die hervorragend angefertigten Hargarter Pfannen-Koteletts mit Bratkartoffeln und den "üblichen" Getränken schmecken. Auch das Wetter spielte mit und erlaubte bei milden Temperaturen einen längeren Aufenthalt im Freien. Ein heimisches Lagerfeuer ermöglichte es, auch am Abend noch in der Gemeinschaft zu feiern, zu plaudern und sich zu wärmen.

 

 

Hargarten fängt den „Kartoffelhahn“

Kartoffelernte früher- das war eine anstrengende Arbeit für Jung und Alt im ganzen Dorf. Drei Hargarter Vereine, der Obst- und Gartenbauverein, der Heimat- und Kulturverein und die Landfrauen, ließen am Samstagnachmittag, dem 26. September, dies wieder aufleben.

Acht Oldtimer Traktoren mit Anhänger – u.a. beladen mit Kindern und Erwachsenen - brachen vom Dorfplatz aus auf zum Kartoffelfeld des Nebenerwerbslandwirtes Stefan Kammer auf dem Plateau des Hungerberges. Mit einer alten Kartoffelerntemaschine wurden die letztern Kartoffeln ausgemacht und von fleißigen Kinderhänden - unterstützt von Mamas, Papas und Großeltern - in Säcke gefüllt. Auch die beiden „Gasterntehelfer“ Wolfgang Becker und Heinz Lauer demonstrierten mit ihrer Harke, wie früher Kartoffeln ausgemacht wurden.

Bei herrlichstem Spätsommerwetter konnten die Kinder am Kartoffelkrautfeuer ihre ausgewählten Kartoffeln braten. Zwischenzeitlich wurde auf dem geernteten Acker Kartoffelsäcke und Spreutücher ausgebreitet und so der Kaffeetisch gedeckt. Alle stärkten sich dann mit Schmieren mit Quark und Zwetschgenmus, Kaffee, Viez, Apfelschorle oder Zwetschenschnaps. Als die letzte Reihe der Kartoffeln ausgemacht war, fingen die Kinder den „Kartoffelhahn“, schmückten die Traktoren mit Feldblumen und Maispflanzen. Dann fuhren alle – wie gekommen - aber diesmal „krähend“ durch das Dorf, um allen Dorfbewohnern das Ende der Kartoffelernte zu verkünden. Auf dem Dorfplatz wurde dann bis zum späten Abend noch weiter gefeiert. Die Landfrauen warteten hier mit passenden Speisen - Kartoffelpuffer, Crepes und Wiener - auf. Auch die üblichen Getränke durften für die vielen Besucher und Erntehelfer nicht fehlen. Wieder wurde ein alter Brauch in Hargarten aus der Vergessenheit bewahrt.

Text und Fotos: Helmut Lubitz  

"Schweinereien" bei Hargarter Kirmes!

Als Höhepunkt der wiederum gut besuchten Hargarter Anna-Kirmes, die vom 25.-27. Juli mit einem großen Programm von Freitag bis Montag in dem schmucken Dorf gefeiert wurde, zog diesmal am Sonntagnachmittag wie anno dazumal der Schweinehirt durch das Dorf. Eine überaus große Zuschauermenge aus nah und fern fand sich ein und wollte das vom Heimat- und Kulturverein, der Frauengemeinschaft, den Landfrauen, den Hargarter Kindern und der Dorfjugend veranstaltete Spektakel miterleben. Herbert Dewes, zweiter Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, schlüpfte in die Rolle des Schweinehirten, um mit viel Gaudi diesen ausgestorbenen Beruf in Erinnerung zu rufen. Er zog in entsprechender Kleidung mit seinem Hund Jolin durch die Straßen. Dabei ließ er sein Horn erklingen und seine Stimme mit lauten „Wutz, Wutz, Wutz-Rufen“ ertönen. Aus den Ställen kamen dann nach und nach insgesamt fünfzehn Schweine, dargestellt von passend geschminkten, mit Overals sowie Wutznasen und -ohren kostümierten Hargarter Mädchen und Buben. Sie folgten ihm ebenso wie „Bäuerinnen und Bauern“ mit landwirtschaftlichem Handwerkszeug und einem von Gilbert Reinert gefertigten Handwagen, in dem sich zwei durch den Landwirt Peter Braun aus Beckingen ausgeliehene echte Ferkel befanden. Auf der Strecke gab es Stärkung mit Schnaps und Bier für den Hirten und seine erwachsenen Begleiter, Leckerli für den Hund sowie Limo und Süßigkeiten für die anderen. Unter großem Beifall zogen dann Hirt und Herde nicht zur einstigen Schweinswies in der Rissenthaler Straße, sondern zur Festwiese, dem Kirmesplatz. Dort legten die quirligen Schweine die letzten Meter auf allen Vieren zurück und boten anschließend wieder auf zwei Beinen beim Schweine-Tango eine gelungene Tanzeinlage. Mit Liedern rund um das Schwein erfreute die Singgruppe der Landfrauen Erbringen-Hargarten unter Leitung von Irma Endres. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Musikverein Erbringen-Hargarten. „Schweinehirt“ Herbert Dewes, der die Begrüßung vornahm, erzählte dem aufmerksamen Publikum, darunter auch MdL Anke Rehlinger, die Geschichte des letzten Hargarter Schweinehirten Adolf Göbel, der 1939 verstarb. Dewes freute sich über das große Interesse an dem Spektakel und bedankte sich bei allen, die mitwirkten oder sonst halfen. „Wir haben schönes Wetter und eine tolle Atmosphäre“, betonte er zufrieden. Die achtjährige Lea Dietrich, die als Schweinchen dabei war, befand: „Es hat mir gut gefallen und ich würde wieder mitmachen.“ Spaß gemacht hat es auch Mario Schomers, „wenn es auch zum Schluß heiß unter dem Kostüm wurde“. Sein Vater, Ortsvorsteher Robert Schomers, meinte: „Das war wieder eine Superveranstaltung.“

Text: nb - Fotos: Becker/Lubitz

 

 

Neues zum Reinschauen...

Wir laden Sie ab sofort zu einem "virtuellen" Rundgang durch Hargarten ein. Entdecken Sie unbekannte, vergessene und immer schöne Orte!

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